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Sie suchen ein Standesamt? Dann wollen Sie also heiraten!
Herzlichen Glückwunsch und willkommen bei Ihrer Standesamt-Suche.

Hier finden Sie nahezu sämtliche regionalen Standesamtinformationen, mögliche Besonderheiten. Hinweise zur Anmeldung der Eheschließung und allerlei Lesenswertes über die Geschichte der standesamtlichen Heirat.

Am Standesamt

 

Der Weg in die Ehe führt in Deutschland nicht nur zwangsläufig übers Standesamt, das Standesamt ist auch der erste Schritt und Voraussetzung für eine kirchliche Trauung.  Mit Jahresbeginn 2009 gilt per Gesetz eine rechtliche Gleichstellung der staatlichen Eheschließung und der kirchlichen Trauung. Noch vor Inkrafttreten haben die zuständigen kirchlichen Gremien allerdings beschlossen, dass sich nichts an der Reihenfolge ändern soll: Erst Standesamt, dann Kirche.

Seit 1876 ist das Standesamt die Behörde, die das Personenstandsregister führt und entsprechende Urkunden bei Geburt, Eheschließung oder Tod ausstellt.  Ein Standesamt ist demnach nicht ein Synonym für den Ort der Eheschließung – „aufs Standesamt gehen“  sondern hat viel weiterreichende Aufgaben.

Gibt es Ehehindernisse?

Was für eine Frage, werden Sie vielleicht denken. Wir lieben uns, kennen uns lange genug, vertrauen einander und planen eine lange gemeinsame Zukunft.
Den Standesbeamten interessiert etwas anderes:

•    Sind Sie volljährig?
Mindestens einer der Verlobten muss das 18. Lebensjahr vollendet haben, der andere das 16. In diesem Fall wird eine Heiratserlaubnis durch das Familiengericht unter Einbeziehung der Eltern erwirkt.

•    Waren Sie schon verheiratet?
Wenn ja, muss die Auflösung der Ehe durch entsprechende Dokumente belegt werden. Dies kann kompliziert werden, wenn eine Ehe im Ausland geschieden wurde, eindeutige Dokumente erst beschafft und beglaubigt werden müssen. Den Sinn dieser Gründlichkeit wird aber jeder nachvollziehen können.

•    Sind Sie in gerade Linie miteinander verwandt oder Voll- oder Halbgeschwister?
In einem sollen Fall ist eine Eheschließung ausgeschlossen.

•    Sind Sie das Adoptivkind des anderen?
In diesem Fall muss die Adoption zuerst aufgehoben werden.

•    Sind Sie deutscher Staatsbürger?
Wenn nicht, muss ein Ehefähigkeitszeugnis des Heimatlandes vorliegen, das in etwa die vorangegangenen Fragen beantwortet.


Die Anmeldung der Eheschließung

Frühestens ein halbes Jahr vor der geplanten Hochzeit können Sie diese anmelden.  Sie müssen (!) dies bei dem Standesamt tun, wo einer oder beide Partner leben, auch dann, wenn Sie ganz woanders heiraten wollen. Und Sie müssen die Anmeldung persönlich vornehmen. Vollmachten sind zwar zulässig, aber nur in Ausnahmefällen.

Vor dem Jawort gilt es, ein paar bürokratische Dinge zu erledigen. Bundesweit einheitlich ist geregelt, was die Verlobten vorzulegen haben. Übrigens: Sie sind beim Standesamt auch dann „die Verlobten“, wenn Sie sich nie verlobt haben.

 

Signing the Register

Folgende Papiere müssen beide Partner vorlegen:
•    Eine Geburtsurkunde oder besser einen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtenregister (nicht älter als 6 Monate). Diese ist beim Standesamt des Geburtsortes erhältlich.
Abstammungsurkunden werden seit dem 1. Januar 2009 nicht mehr angelegt. Allerdings reicht in vielen Fällen die Geburtsurkunde, die man zuhause aufbewahrt nicht aus. Das Geburtenregister gibt Ihrem Standesbeamten Auskunft, ob es Namensänderungen gegeben hat oder ob jemand z.B. adoptiert wurde. Diese Informationen sind wichtig, um eine mögliche direkte Verwandtschaft zwischen den Verlobten auszuschließen.

•    Eine Aufenthaltsbescheinigung (auch: Meldebescheinigung), ausgestellt zum Zwecke der Eheschließung mit Angabe des Familienstandes, der Staatsangehörigkeit und der Wohnung, erhältlich beim Einwohnermeldeamt des Hauptwohnsitzes.
Wer dort seine Eheschließung auch anmeldet, muss in der Regel diese Bescheinigung nicht extra vorlegen, weil das Melderegister dort geführt wird.

•    Gültiger Reisepass oder Personalausweis

Haben Sie bereits gemeinsame Kinder benötigen Sie auch eine Geburtsurkunde oder einen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtenregister (nicht älter als 6 Monate), erhältlich beim Standesamt, das für den Geburtsort des Kindes zuständig ist.
War einer der beiden Partner bereits einmal verheiratet, wird zusätzlich ein urkundlicher Nachweis über die Auflösung der letzten Ehe (z.B. Tod, Scheidung) gefordert. In der Regel kann der Nachweis durch eine neu ausgestellte Eheurkunde oder einen beglaubigten Ausdruck aus dem Eheregister dieser Ehe erbracht werden.
Das alles klingt wenig romantisch zeigt den Charakter einen anstrengenden Veranstaltung auf und wird dem einen oder anderen einen Stoßseufzer über die Bürokratie entlocken. Allein, im Zeitalter von Datenbanken und Internet wird es von Jahr zu Jahr einfacher. Die deutschen Standesämter befinden sich derzeit in einem umfassenden  Umbau und es wird nicht mehr allzu lange dauern bis alle diese Unterlagen vom Rechner jedes Standesbeamten abgerufen werden können.

Wer unsicher ist, ob er alles beisammen hat, sollte vorher bei seinem Standesamt Auskünfte einholen.

Ja sagen an besonderen Orten

Viele Brautleute äußern den Wunsch,  ihre Hochzeitsmode und Brautkleider nicht nur im Standesamt zu tragen und zu heiraten. Damit ist gemeint, einen besonderen Ort für die Hochzeit und fürs Ja-Wort und die Übergabe der Eheringe zu finden, denn ohne Standesamt geht es grundsätzlich nicht!
Standesämter unterstehen den Kommunen, die über die Einrichtung von Außenstellen befinden. Es ist deshalb für Brautpaare nicht immer nachzuvollziehen, warum man in Brandenburgs im Park heiraten kann, in Berlins aber nicht, warum an einem bestimmten Sonnabend in dem einen Bezirk Ehen geschlossen werden, in einem anderen aber nicht.

Überall in Deutschland  haben sich die Standesämter in den vergangenen Jahren viel einfallen lassen, um ganz besondere Ort für die Trauung zu finden. Fast alles ist mittlerweile möglich.
Unterm Sternenhimmel der Planetarien, unter wilden Tieren der Zoos, in S- und U-Bahnen, Schwebebahnen, in historischen Zügen und stillgelegten Bahnhöfen, auf Fernsehtürmen, Leuchttürmen und Wassertürmen, auf Schiffen aller Größen, unter Tage, in alten Mühlen und in zahlreichen Schlössern und Burgen sowieso.

 

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Trauung durch den Kapitän? Seemannsgarn!

Ab und an muss sich ein Paar auch von Illusionen trennen. Entgegen landläufiger Auffassungen sind nämlich Eheschließungen durch den Kapitän eines Schiffes auf Hoher See nicht möglich. Gültige Eheschließungen dürfen nach deutschem Recht nur von einem Standesbeamter auf deutschem Hoheitsgebiet vollzogen werden.
Auch über den Wolken ist die Freiheit nicht immer grenzenlos. So musste sich eine Fluglinie von der reizvollen Idee verabschieden, Trauungen durch den Flugkapitän an Bord vornehmen zu lassen.

Wesentlich großzügiger legt man vielerorts die Vorschrift vom „geschlossenen Raum“ aus. Während in Berlin z.B. Trauungen auf einem Schiff nur dann erlaubt sind, wenn dieses am Ufer vertäut ist und die Zeremonie unter Deck stattfindet, spannt man in einigen Bundesländern,  über den Trautisch ein Sonnensegel. Und schon ist man nicht „unter freien Himmel“. So einfach ist das, wenn kreative Verwaltungen ihren angehenden Ehepaaren einen immer besseren  Hochzeitsservice anbieten wollen.

Als erstes muss wie beschrieben die Eheschließung angemeldet werden und zwar immer auf dem heimatlichen Standesamt und frühestens sechs Monate vor dem gewünschten Termin. Erst wenn hier alle erforderlichen Unterlagen beisammen sind, würde die Akte dorthin übersandt, wo geheiratet werden soll.

Unabhängig davon, wann und wie sich ein Brautpaar die eigene Traumhochzeit wünscht und entsprechende amtliche Anmeldungen vornimmt, ist es letztendlich entscheidend die gewünschte Hochzeitsgesellschaft rechtzeitig und offiziell einzuladen. Dies sollte dadurch geschehen, dass das Hochzeitspaar die Hochzeitskarten drucken lässt oder möglicherweise diese aber auch selbst und gastbezogen individuell erstellt.

Zur Abrundung der unvergesslichen Hochzeitsfeier ist es nahezu ein Muss, die Hochzeitsfeier individuell musikalisch begleiten zu lassen. Dies kann sicherlich durch einen professionellen Hochzeits DJ, durch eine Band oder aber auch durch andere Künstler vorgenommen werden und die Traumhochzeit bekommt einen unvergesslichen und einzigartigen Charakter für Braut und Bräutigam und alle Beteiligten.

Als allgemeiner Tipp zum Thema DJ für Hochzeit oder Event ist anzumerken, dass es sich hier empfiehlt auf die Erfahrung und die familiäre Unabhängigkeit eines professionellen Dienstleisters zurück zu greifen um so eine entspannte Atmosphäre von A-Z bei der Veranstaltung zu gewährleisten.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und hilfreiche Informationen mit unserem Service über die Standesämter in Deutschland und in Ihrer Umgebung.